Im Bereich des Formen- und Werkzeugbaus spielen die Begriffe „Durchlaufzeit“ und „Time-to-Market“ eine entscheidende Rolle. Diese Konzepte sind von großer Bedeutung, um die Effizienz, Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität in der Fertigungsindustrie zu steigern. Lassen Sie uns diese Begriffe genauer betrachten:
Durchlaufzeit (Lead Time):
Die Durchlaufzeit im Formen- und Werkzeugbau bezieht sich auf die Zeitspanne, die benötigt wird, um einen gesamten Herstellungsprozess von der Konzeption eines Formen- oder Werkzeugdesigns bis zur Fertigstellung der tatsächlichen Form oder des Werkzeugs abzuschließen. Dieser Prozess kann mehrere Schritte umfassen, wie Design, Materialbeschaffung, Bearbeitung, Montage und Qualitätskontrolle.
Die Durchlaufzeit ist ein entscheidender Faktor für die Effizienz in der Produktion. Je kürzer die Durchlaufzeit ist, desto schneller können Produkte hergestellt und auf den Markt gebracht werden. Dies ermöglicht es Unternehmen, flexibler auf Marktnachfrageänderungen zu reagieren und ihre Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Eine lange Durchlaufzeit kann zu erhöhten Kosten, Lagerbeständen und Lieferverzögerungen führen, was die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen kann.
Time-to-Market:
Die Time-to-Market ist ein Konzept, das sich auf die Zeitspanne vom Beginn der Produktentwicklung bis zur Markteinführung eines Produkts bezieht. Im Formen- und Werkzeugbau bezieht sich die Time-to-Market auf die Zeit, die benötigt wird, um neue Formen oder Werkzeuge zu entwickeln und sie in die Produktion zu integrieren, um damit Produkte herzustellen.
Eine kurze Time-to-Market ist von entscheidender Bedeutung, um in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld erfolgreich zu sein. Je schneller ein Unternehmen in der Lage ist, neue Formen oder Werkzeuge zu erstellen und in die Produktion zu bringen, desto schneller kann es auf Kundenanforderungen reagieren und neue Produkte einführen. Dies kann dazu beitragen, Wettbewerbsvorteile zu erzielen und den Umsatz zu steigern.
Um die Time-to-Market zu verkürzen, können Unternehmen verschiedene Ansätze verfolgen, wie die Nutzung moderner CAD/CAM-Technologien, den Einsatz schnellerer Fertigungsverfahren, die Optimierung von Kommunikationsprozessen zwischen den Abteilungen und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Design, Fertigung und Qualitätskontrolle. Beispielhaft hierfür ist der Formenbauer µ-tec GmbH, die mit Ihrem µ-tec Formenstandard das geschafft haben.
Insgesamt sind Durchlaufzeit und Time-to-Market im Formen- und Werkzeugbau entscheidende Faktoren, um die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz zu steigern. Unternehmen, die in der Lage sind, diese Zeitspannen zu reduzieren, können flexibler auf Kundenanforderungen reagieren und sich besser auf dem Markt positionieren. Dies kann letztendlich zu einem nachhaltigen Geschäftserfolg führen.
