Schwerhörigkeit bei Kindern

Nicht nur ältere Menschen, sondern auch Kinder und sogar Kleinkinder leiden häufig unter Hörverlust. Die Ursachen für Schwerhörigkeit bei Kindern sind dabei meistens auf genetische Faktoren zurückzuführen. Eine besondere Herausforderung stellt die Diagnose von Hörverlust bei Kindern dar. Wie sie Hörverlust bei Kindern erkennen und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie in dem folgenden Artikel.

Was sind die Ursachen für Schwerhörigkeit bei Kindern?

Die meisten Kinder, die unter einer Hörschwäche leiden, haben diese aufgrund von genetischen Faktoren. Hörprobleme und Schwerhörigkeit sind vererbbar, weshalb Kinder von schwerhörigen Eltern meistens auch selber schwerhörig werden. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Ursachen für Schwerhörigkeit bei Kindern. So können beispielsweise auch verschiedene Krankheiten zu einem akuten oder chronischen Hörverlust führen. Eine Mittelohrentzündung, überschüssiger Ohrenschmalz oder Erkrankungen des äußeren Gehörgangs spielen hierbei eine bedeutsame Rolle.

Wie kann man Schwerhörigkeit bei Kindern erkennen?

Gerade bei kleinen Kindern und Babys stell die Diagnose eine große Herausforderung dar. Während erwachsene Menschen einfache einen Hörtest beim HNO-Arzt oder bei einem Akustiker machen können, fällt das Feststellen einer Schwerhörigkeit bei Kindern wesentlich schwerer. Ab einem gewissen Alter können Kinder zwar ebenfalls an sogenannten Hörtests teilnehmen, jedoch ist die Aussagekraft solcher Tests bei Kindern stark begrenzt. Dies liegt schlicht und ergreifend daran, dass ein solcher Test von zahlreichen Störfaktoren beeinflusst wird – beispielsweise davon, wie konzentriert das Kind ist und ob es Lust hat, einen solchen Test zu machen und sich dabei dementsprechend anstrengt oder eben nicht.

Noch schwieriger ist die Erkennung von Schwerhörigkeit jedoch dann, wenn das Kind noch gar nicht sprechen kann. Deswegen werden bei Babys sogenannte Reaktionstests durchgeführt, die erkennen lassen, ob das Kind einen ausgebildeten Hörsinn hat. So werden beispielsweise Geräusche produziert und es wird beobachtet, ob das Kind darauf reagiert. Hört ein Baby ein Geräusch, so reißt es in der Regel die Augen weit auf und zeigt damit eine Schreckreaktion, was in diesem Fall ein positives Zeichen ist.

Auch die Fähigkeit des binauralen Hörens, also des sogenannten Richtungshörens, was mit zwei Ohren möglich ist, kann bei Babys getestet werden. Dafür wird ein Geräusch außerhalb des Blickfeldes des Kindes erzeugt und beobachtet, ob sich das Kind in die Richtung dreht, wo das Geräusch herkommt. Solche Tests werden in der Regel schon gleich nach der Geburt im Krankenhaus durchgeführt. Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt jedoch feststellen, dass Ihr Baby wenig Reaktion auf Geräusche zeigt, so sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen.

Bei Kleinkindern können Sie Schwerhörigkeit erkennen, in dem Sie im Alltag auf ein paar Kleinigkeiten achten. Beispielsweise können Sie Ihr Kind beobachten und prüfen, auf welche Lautstärke es reagiert. Wenn es beispielsweise in seinem Zimmer spielt und nicht sieht, dass Sie in der Tür stehen, dann sprechen Sie mit leiser Stimme und beobachten Sie, ob Ihr Kind darauf reagiert. Sollte sich Ihr Kind häufig erschrecken, so könnte dies auf eine Hörminderung hinweisen. Darüber hinaus können Sie Ihr Kind im Gespräch mit anderen oder beim Telefonieren beobachten und darauf achten, ob es jedes Wort angemessen versteht oder nicht. Sollte Ihr Kind elektronische Geräte wie beispielsweise den Fernseher immer etwas lauter stellen, so ist auch dies ein ernstzunehmender Hinweis auf eine mögliche Hörminderung. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem
Kinderarzt.

Wie können Hörgeräte oder Innenohrprothesen helfen?

Genau wie bei Erwachsenen, so können auch bei Kindern Hörgeräte und andere technische Hilfsmittel Abhilfe schaffen. Den Hörverlust bei Kindern zu erkennen ist meist sogar die größere Herausforderung, währenddessen die Behandlungsoptionen durchaus vielversprechend sind. Es gibt zahlreiche Hörgeräte, die auf das Gehirn von Kindern abgestimmt werden können und Ihrem Kind somit die Teilnahme am sozialen Leben erleichtern. Sprechen Sie zunächst Ihren Kinderarzt an, um die Ursachen für Schwerhörigkeit bei Ihrem Kind abzuklären. Dieser wird Ihnen entsprechende Ärzte und Spezialisten, bzw. einen geeigneten Hörgeräteakustiker empfehlen, der mit Ihnen dann alle weiteren Schritte bespricht.

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